Interview mit Michael Sturm – der Segelflieger-Pilot

Hallo Michael. Vielen Dank, dass du für ein kurzes Interview Zeit genommen hast! Du wirst bei den Motorlegenden 2015 am Samstag, 4. Juli 2015 eine der leisesten Show fliegen – ganz ohne Motor. Erzähl uns kurz von dir und wie du überhaupt zum Segelfliegen gekommen bist!

MichaelSturmHallo Chrissie. Ich bin 45 Jahre alt, vom Beruf Lehrer (Physik u Mathe) an der HTL-Waidhofen. Meine weiteren Hobbys, Basketball, Laufen, Skitouren, Skifahren … einfach Bewegung im Freien.
Ich hatte schon in jungen Jahren den starken Wunsch zu Fliegen und bin dann einfach zum Flugplatz gefahren und hab so eine Leidenschaft, das Segelfliegen, entdeckt. Ich fliege nun seit 26 Jahren.

 

Die Leidenschaft zu Fliegen kann das auch einmal gefährlich werden?

So richtig gefährlich war es, Gott sei Dank, noch nicht, wobei es doch schon auch knappe Situationen in einem „Fliegerleben“ gibt. In der Thermik aber auch im Streckenflug muss man das Gelände, den Himmel und das Wetter dann doch sehr genau beobachten. Und dann braucht man eben immer auch einen Plan B.

Also ist beim Segelfliegen höchste Konzentration gefordert. Mit welchem Segelflugzeug wirst du denn bei dem Oldtimertreffen aus der Luft und von der Straße fliegen?

„Mein Segelflugzeug“ ist ein Vereinsflugzeug des ESV-Amstetten. Die DG200/17 ist ein 17m Wölbklappenflieger, d.h. Ruder über die gesamte Tragfläche ermöglichen eine optimale Profilanpassung für den Geschwindigkeitsbereich von 70-270km/h. Wasserballast in den Tragflächen erhöhen das Gewicht und verbessern die Gleiteigenschaft bei hohen Geschwindigkeiten bis zu einer Gleitzahl von 1:45, d.h. man kommt aus 1000 Meter Höhe 45km bzw. aus 3000Meter Höhe 135km weit. Damit kann man beispielsweise vom Dachstein direkt nach Seitenstetten abgleiten.

 

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Sehr interessant, und das alles ohne Motor und Benzin. Was wirst du uns denn bei den Motorlegenden 2015 alles zeigen?

Ich zeig beim Event das Leistungspektrum des Flugzeuges. Nach dem F-Schlepp auf ca. 400-500m, ein-zwei flache und ein-zwei enge Thermikkreise, einen langsamen Überflug 70km/h gegen den Wind in 300m und eine schnellen Überflug 250km/h mit Wind in 5m Höhe bei dem ich den Wasserballast dann auch ablasse. Aus der Geschwindigkeit ziehe ich das Flugzeug dann wieder auf eine Höhe von ca.200m und komm dann zur Landung. Gesamtdauer mit Schlepp ca. 15min

Wir freuen uns schon alle sehr auf deine Vorstellung! Vielen Dank Michael, wir sehen uns dann bei den Motorlegenden 2015 – das Oldtimertreffen aus der Luft und von der Straße.