Interview mit David Mayr – der Freestyle Motocrosser

Von der Straße

Hallo David! Vielen Dank, dass du für ein Interview Zeit genommen hast. Du wirst am Motorlegenden 2015 das Thema „Straße“ repräsentieren und zeigst den Teilnehmern und Besuchern, was mit einer Motocross möglich ist. Damit Sie dich vorher schon besser kennen lernen, habe ich ein paar Fragen an dich. Kannst du dich mal kurz vorstellen und uns sagen, wie du zu diesem außergewöhnlichen Beruf, Freestyle Motocrosser, gekommen bist?

Hallo! Mich freuts, dass ich bei diesem Event dabei sein darf! Mein Name ist David Mayr, ich komme aus Behamberg im Mostviertel und bin 29 Jahre jung. Ich hatte das Glück mein Hobby zum Beruf zu machen, und bin, wie du schon gesagt hast, selbstständiger Freestyle Motocrosser. MGFMXZum freestylen bin ich vor fast 4 Jahre, durch meinen Freund Gerhard Mayr, gekommen. Er ist ebenfalls Freestyle Motocrosser und hat auch die Firma MG-FMX gegründet, die unter anderem auch das Equipment für derartige Freestyle Shows zur Verfügung stellt und den Aufbau übernimmt. Mittlerweile sind wir auch außerhalb von Österreich unterwegs. Ich selbst bin schon bei „Night of freestyle“, einigen Promo-Shows für „Masters of Dirt“ und beim Supercross in München gesprungen.

Und wie bist du überhaupt aufs Motocrossen gekommen?

Ich habe mir schon als Kind immer kleine Rampen gebaut und bin mit dem Fahrrad darüber gesprungen. Das war mir dann aber irgendwie zu wenig Adrenalin und habe mich dann entschieden, das Motocross fahren auszuprobieren. Je älter ich wurde, desto mehr reizte mich die Vorstellung von Geschwindigkeit, Höhe und Gefahr. So versuchte ich damals schon, Tricks einzubauen, bis eben vor 4 Jahren, als ich das erste Mal die große Rampe gesprungen bin.

Auf alle Fälle hört sich das nach Adrenalin pur an! Da gibts sicher ein paar brenzliche Situationen, oder?

Der Sport ist sicher nichts für „Weicheier“. Es gibt sehr viele brenzliche Situationen und man weiß, dass man sich bei jedem unkonzentrierten Sprung, alle Knochen brechen kann. Man sollte auf alle Fäller immer bei der Sache sein, es kann schnell mal passieren, dass man über die Rampe zu kurz oder zu weit ist, oder die Maschine zu späte fängt, abrutscht oder sonstiges. Die Verletzungen, mit denen ich zu kämpfen habe, stammen noch aus dem „normalen“ Motocross fahren.

Ein Leben am Limit. Und welche Maschine verwendest du da genau?

In diesem Sport gibt es verschiedene Marken von Motorrädern.  KTM, Honda, Yamaha sind eigentlich die gängigsten. Die Marke ist eigentlich nicht so wichtig, wichtig ist, dass man sich auf seiner Maschine wohlfühlt. Meine ist eine Yamaha 250cm3, 2 Takt, sie hat ziemlich viel Kraft um diese Distanz von ca. 21m zu schaffen. Ich musste auch einiges an der Maschine updaten, um mit dieser freestylen zu können. Z.b. habe ich eine härtere Federung, eine ausgeschnittene Sitzbank und Seiteneile, damit man besser hingreifen kann.

Da steckt viel Übung und viel Arbeit dahinter! Vielen Dank, David, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast! Wir freuen uns schon sehr auf deine Shows!
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Gerne. Ich freue mich schon sehr auf diesem Event springen zu können!

Nähere Informationen zu MG-FMX erhalten Sie unter www.mg-fmx.at.

Bildrechte: © Josef Höblinger